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4/2018: Eine App gegen Plastikmüll


Der Verein „Küste-gegen-Plastik“ hat eine App entwickelt, mit der sich Verbraucher über zu viel Plastikmüll bei Verpackungen direkt beim Hersteller beschweren können

TEXT:
 Daniela Becker FOTOS: Letting Go of Some Baggage by Joel Penner (CC BY 2.0)
 
Plastiktüten


Plastik überschwemmt unsere Meere. An den entlegensten Orten der Welt findet sich inzwischen Mikroplastik, also der winzig kleine Abrieb von Plastikbechern, Verpackungen und Tüten. Kunststoffabfälle lassen sich in erschreckendem Ausmaß im arktischen Eis nachweisen: bis zu 12.000 Mikroplastik-Partikel fanden Wissenschaftler in einem Liter Wasser,  wie sie in einer aktuellen Studie publizieren. Auf diese Weise setzt sich Kunststoff überall fest, gelangt über Tiere vermutlich sogar in unsere Nahrungskette. Größere Stücke des Mülls werden von Fischen, Seevögeln oder Meeressäugern gefressen, die dann wegen der Plastik gefüllten Mägen verhungern.

Das Problem ist hinreichend bekannt, doch viele Hersteller reagieren lähmend langsam. Einzeln verpackte Kekse, in Plastik eingewickeltes Obst oder Hartplastikschalen, die nach dem einmaligen Gebrauch sofort im Abfalleimer entsorgt werden – die Verpackungswut kennt keine Grenzen. In der Kosmetikbranche gibt es immer noch jede Menge Unternehmen, die ihren Produkten wie Peelings absichtlich Mikroplastik beisetzen.


Unerwünschte Verpackung per App melden


Viele Unternehmen argumentieren, dass der Verbraucher diese Art von Verpackung wünsche. Der Verein Küste-gegen-Plastik hat eine App entwickelt, um zu zeigen, das dem nicht so ist. Nach dem Download der Replace Plastic App öffnet sich ein Scanner, über den man den Barcode des Produkts einscannen kann. Sobald ein Produkt von 20 Menschen gemeldet wurde, bekommt der Hersteller eine automatisierte Nachricht im Namen des Vereins mit der Bitte die Verpackung zu überdenken. Direkt im Supermarkt kann man auf diese Weise seinen Unmut über unnötige Verpackungsflut an den Hersteller kundtun.

Initiatorin Jennifer Timrott von „Küste gegen Plastik“ hofft, auf diese Weise mehr Hersteller für das Plastikproblem zu sensibilisieren und vor allem deutlich zu machen, dass sich sehr viele Verbraucher umweltfreundlichere Verpackungen oder komplett verpackungsfreie Lösungen wünschen. Um Druck aufzubauen, müssen sich natürlich möglichst viele Menschen Produkte einscannen. Bislang wurden rund 20.000 Meldungen mit der App übermittelt. Die Replace Plastic App gibt es für iOS und Android.


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boot Dusseldorf 21-29 January


Additional presentations on the „Water Pixel World“ stage
350 square metres of the “love your ocean” stand will be devoted to sustainable interactive projects, alongside an informative programme on the “Water Pixel World” stage. The British ocean activist Emily Penn, who is an international advocate of the world’s oceans, working with research sailors to combat the problem of ocean debris, will – for example – be presenting interesting ways to increase the protection of oceans and waterways as the boot ambassador.

     

     blue ocean.world

     


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Codecheck study micro plastic in cosmetica








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